Musikalischer Kindergarten – der erste Weg zur Musik

Angebot – Umsetzung

Die Musikpädagogen (m/w) der musikalischen Kindergärten besuchen wöchentlich die ihnen zugeteile elementarpädagogische Einrichtung. Die Dauer einer Einheit wird mit 30 Minuten festgesetzt, die Gruppengröße umfasst 15-20 Kinder. Kindergärten mit mehreren Gruppen wechseln nach dieser Zeit, sodass 2 Gruppen pro Stunde Platz haben.

Sofortige soziale und kognitive Auswirkungen

Die Musikpädagogen (m/w) der musikalischen Kindergärten gehen auf alle Kinder zu und stellen ihr Können, ihr Engagement und ihre Leidenschaft für die gesamte Gruppe zur Verfügung.

Ohne musikalische, gesellschaftliche oder finanzielle Selektion begleiten sie – Hand in Hand mit den Elementarpädagogen (m/w) – die Kinder in der Vertiefung ihrer sprachlichen Kompetenz und kulturellen Integrität (vgl. Bastian-Studie, Berlin 1998). Vor allem Kinder mit anderen Erstsprachen außer Deutsch erhalten spielerisch eine intensive Sprachförderung.

Durch das Verfolgen musikalischer Interessen im Alltag werden sprachliche und ethnische Grenzen überwunden, entsteht Respekt für das Andere und Neugier für das Verbindende.

Langfristige Wirkung

Durch den frühen Kontakt mit Gesang und Musik entwickelt sich künstlerische Auseinandersetzung zu einem integrativen Teil kindlichen und familiären Lebens. Dies geschieht im Tagesrhythmus (tägliches Üben), Wochenrhythmus (Unterricht, Proben) und Jahresrhythmus (jahreszeitliche Schwerpunkte bei Aufführungen).

Die daraus resultierende Selbstverständlichkeit und Regelmäßigkeit lässt Begabungen entstehen und entwickeln. Mithilfe der Transition zu obengenannten Institutionen entwickeln sich musikalische Ressourcen vom Breitenmusizieren in Chören, Orchestern, Musikvereinen, Bands u.ä. bis hin zu den zukünftigen Profimusikern (m/w) der österreichischen Kulturnation.

Personal (m/w)

  • Musikpädagogen
  • Instrumentallehrer
  • Gesangspädagogen
  • Chorleiter

Jährliche Veranstaltungen

  • Besuch der Kunstuniversität
  • Besuch des Konservatoriums
  • Besuch des Opernhauses
  • Besuch des Stefaniensaals
  • Besuch des Augustinums

Fixpunkte

  • Interne Veranstaltungen wie z.B. Laternenfest, Nikolaus, Advent / Weihnachten bzw. analoge jahreskreiszeitliche Feste und Feiern
  • Singveranstaltung für alle teilnehmenden Kindergärten mit gemeinsamer Literatur

Literatur

Lieder, für Kinder im elementarpädagogischen Bereich geeignet – fördernd und fordernd

  • Teil 1 nach Auswahl des Musikpädagogen (m/w) vor Ort in Absprache mit der pädagogischen Kraft
  • Teil 2 nach Vorgaben des künstlerischen Leiters (für gemeinsames Singen)

8 + 1 =

Aspekte

aus: Lorna Lutz Heyge, Angelika Jekic: musik kindergarten
Institut für elementare Musikerziehung

Musik fördert Kinder ganzheitlich

Kreativität entspringt aus deinem Fundament von Erfahrungen, aus einem verinnerlichten Repertoire von Melodien und Rhythmen, Klängen und Geräuschen.

Musik fördert die sprachliche Entwicklung des Kindes. Sprache besteht aus Silben und Klängen, aus Wortschatz und Melodien und geschieht im sozialen Miteinander. Musik besteht aus Motiven und klingenden Bausteinen, Echospielen und rhythmischen Strukturen – und geschieht ebenfalls im sozialen Miteinander.

Alle Kinder lieben Musik und sind musikalisch

Das Ohr ist das erste Organ, das pränatal ausgeprägt ist. Das Kind reagiert auf vertraute Stimmen, „gurgelt“ Laute und „jauchzt“ vor Freude.

Musik unterstützt den Kindergartenalltag

Die täglichen Erfahrungen können mit musikalischen Themen ergänzt werden, durch ein Lied von der Wiese, einen Tanz mit den Blättern im Herbst und einen Vers über das Tier in der Luft.

Ein Leben mit Musik

Im Kindergarten kann jedes Kind Musik als Geschenk erleben. Musik ist eine natürliche Sprache des Kindes, und mit täglichen Musikelementen wird diese „zweite Muttersprache“ weitentwickelt. Musik im Alltag zu erleben, das ist die Basis für spätere musikalische Wege, die das Kind unabhängig von Erwartungen oder dem persönlichen Werdegang zu schreiten in der Lage ist.

Das Ohr und seine zentrale Funktion beim Lernen

Unsere Umwelt überflutet das Ohr im Wachsein wie auch im Schlaf mit unzähligen Geräuschen. Daraus ergibt sich für das Kind die Schwierigkeit, aus einem Hintergrund konkurrierender Geräusche bestimmte Klänge herauszufiltern. Gelingt es uns, das bewusste Zuhören zu fördern, ist dem Kind in jeder Phase seines Lernens geholfen- kognitiv, emotional, sozial, physisch und psychisch.

Unabhängigkeit und Initiative als Weg zum Selbstbewusstsein

Wenn der „junge Forscher“ sich in immer wieder neue Richtungen frei bewegen darf, aber trotzdem der Sicherheit seines Elternhauses gewiss ist, ist sein sensomotorisches Lernen am effektivsten. Eltern und Bezugspersonen wirken durch Ermunterungen im Sinne von „Versuch das doch mal selbst“ positiv mit.

Musik für Kinder

Das Vorschulalter ist für die musikalische Entwicklung eine Zeit des Vorbereitens. Kinder brauchen – und suchen – musikalische Erlebnisse, die an keine Vorgaben gebunden sind. Wenn wir ihre Bemühungen unterstützen, wird die Musik Freude machen und ein Freund werden – lebenslang. Unser Ziel ist es, das Kind mit seinem ganzen Wesen auf ein Leben mit Musik vorzubereiten. Die wichtigsten Bausteine hierzu sind:

  • Bewegung
  • Hörerziehung
  • Singen
  • Sprechen
  • Instrumentalspiel

Elternarbeit

Das Ohr ist das erste Organ, das pränatal ausgeprägt ist. Das Kind reagiert auf vertraute Stimmen, „gurgelt“ Laute und „jauchzt“ vor Freude.